Interpretationshilfen

Aufbau des Auswertungsbogens

Der Auswertungsbogen teilt sich in sieben Passagen auf. Zunächst finden Sie Hinweise und eine Leseanleitung.

Darunter finden Sie die aggregierte Abbildung Ihrer Interessen (rot), Kompetenzen (orange) und Werte (gelb). In diesen drei Blöcken finden Sie jeweils drei Spinnennetzdiagramme, in denen Ihr Profil dem durchschnittlichen Profil der Vergleichsgruppe gegenübergestellt wird. Die erste Vergleichsgruppe ist die Gruppe der Teilnehmer, die sich für dieselbe Branche interessiert; die zweite Vergleichsgruppe interessiert sich für denselben Funktionsbereich und die dritte Vergleichsgruppe hat die Ausbildung in demselben Ausbildungsgebiet absolviert.

Der vierte Block stellt erneut in Spinnennetzdiagrammen Interessen, Kompetenzen und Werte der Gesamtstichprobe aller Teilnehmenden gegenüber.

Unter den Blöcken mit den Spinnennetzdiagrammen finden Sie die Kontaktwege zum «Career Relaunch»-Team der Universität St.Gallen.

Im siebten und letzten Block finden Sie die Rohdaten zu Ihren Präferenzen zur beruflichen Laufbahngestaltung und Bewerbungskompetenzen.

Auswertungsbogen richtig lesen

Kernelemente des Auswertungsbogens sind die Spinnennetzdiagramme, in denen Ihre Interessen-, Kompetenzen- und Werteprofile dargestellt und den Gruppenvergleichen gegenübergestellt werden.

Ihre Angaben sind die Basis für das jeweils farbig (rot, orange, gelb) gestaltete Diagramm. Die Mittelwerte der Vergleichsgruppe sind darunterliegend und grau dargestellt. Die Skala bildet entsprechend der 5-Punkte-Skalierung in der Datenerhebung eine kontinuierliche Dimension von 1 bis 5 ab.

Wenn für einen Faktor eine Ecke Ihres farbigen Diagramms genau auf der Ecke des Diagramms der Vergleichsgruppe liegt, dann liegen Ihre Werte genau im Mittelwert der Vergleichsgruppe.

Wenn für einen Faktor eine Ecke Ihres farbigen Diagramms auf der Skala höher liegt als die Ecke des Diagramms der Vergleichsgruppe, dann liegen Ihre Werte höher als der Mittelwert der Vergleichsgruppe. In diesem Fall wird die Differenz als farbige Fläche angezeigt.

Wenn für einen Faktor eine Ecke Ihres farbigen Diagramms auf der Skala niedriger liegt als die Ecke des Diagramms der Vergleichsgruppe, dann liegen Ihre Werte niedriger als der Mittelwert der Vergleichsgruppe. In diesem Fall wird die Differenz als graue Fläche angezeigt.

Typische Profilformen

Es gibt unzählige unterschiedliche Profilformen – keine ist besser oder schlechter, richtig oder falsch. Es gibt allerdings auch einige Profilformen, die häufiger vorkommen und daher kurz diskutiert werden sollten:

„Die Allrounderin“ – eine Profilform, bei der (fast) alle Faktoren sehr nahe an dem Wert 3 liegen. Das Profil erscheint sehr ausgewogen. Alles interessiert ein wenig. Vorteile dieses Profils sind, dass es sehr offen und flexibel ist. Eine Herausforderung kann sein, dass sich klare Entscheidungen für oder gegen eine Richtung oder Option schwierig anfühlen können.

„Der Profilierte“ – eine Profilform, bei der ein mehr oder weniger ausgewogene Kreisform in eine Richtung parallel-verschoben erscheint. Das Profil erscheint zwar ausgewogen, zeigt aber auch einen deutlichen und charakteristischen Schwerpunkt in Richtung des Verlagerung. Hier hat sich offensichtlich ein Interessenschwerpunkt gebildet (während andere Themen deutlich weniger interessieren), ein Kompetenzfeld ist deutlich stärker als andere oder eine ganz klare Präferenz in Bezug auf gewisse Werte (und Abkehr von entgegengesetzten Werten) wird deutlich. Vorteile dieses Profils sind, dass es klare Präferenzen anzeigt, Entscheidungen leichter fallen können und auch die Differenzierung von Mitbewerbern klar wird. Eine Herausforderung kann sein, dass ein wahrgenommener Schwerpunkt möglicherweise den Horizont unzulässig einengt („Ich kann nicht gut führen!“ - obwohl es noch nie ernsthaft probiert wurde).

„Die Brückenbauerin“ – eine Profilform, bei der gegenüberliegende Faktoren besonders hohe bzw. besonders niedrige Werte zeigen. Das Profil scheint zwei gegenüberliegende Pole miteinander verbinden zu wollen – die anderen Werte sind hingegen gering ausgeprägt. Beispiel: gleichzeitiges Bevorzugen von Sozialität und Leistung („Ich will in einem leistungsorientierten  Unternehmen arbeiten, in dem die Mitarbeiter freundlich und nachsichtig miteinander umgehen.“) Vorteile dieses Profils sind, dass es seltener ist und möglicherweise ein Alleinstellungsmerkmal. Eine Herausforderung kann sein, dass sich die beiden gegenüberliegende Faktoren möglicherweise nicht ohne weiteres miteinander vereinen lassen. Die Integration beider Faktoren erfordert möglicherweise eine grössere Transferleistung, eine längere Suche, oder sie verursacht mehr Stress.